Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 27.-33. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Fähigkeit zum Schreiben, ein großer Feind von Lafayette, ſehr ehrgeizig, wenn man den Denkwürdigkeiten von Madame Roland glaubt.

Madame Robert zählte damals vierunddreißig Jahre, ſie war klein, gewandt, geiſtreich und ſtolz; erzogen von ihrem Vater, Gninement von Kéralio, Ritter vom Hei⸗ ligen⸗Ludwigsorden, Mitglied der Academie der In⸗ ſchriften, der unter den Schülern, die er geliebt, einen jungen Corſen zählte, deſſen Rieſenglück er entfernt nicht vorherſah; erzogen von ihrem Vater, ſagen wir, hatte Fräulein von Keéralio ganz ſachte ihre Richtung zur Gelehrtin und zur Schriftſtellerin genommen; mit ſiebzehn Jahren ſchrieb ſie, überſetzte ſie, compilirte ſie; mit achtzehn Jahrenhatte ſie einen Roman: Adelaide, gemacht. Da der Gehalt ihres Vaters für dieſen nicht hinreichte, ſo ſchrieb er in den Mercure und in das Journal des Savants, und mehr als einmal un⸗ terzeichnete er hier Artikel ſeiner Tochter, welche die ſeinigen ganz und gar nicht verunzierten. So gelangte ſie zu dem lebhaften, raſchen, glühenden Geiſte, der ihr einen der unermüdlichſten Journaliſten der Zeit machte.

Die Robert kamen vom Quartier Saint⸗Antvine.

Es bot ſich dort, wie ſie ſagten, ein ſeltſamer Anblick.

Die Nacht war ſchön, mild, klar, ſcheinbar fried⸗ lich; man ſah Riemand oder beinahe Niemand auf den Straßen; nur waren alle Fenſter erleuchtet, und alle dieſe Lichter ſchienen zu glänzen, um die Nacht zu erhellen.

Das machte eine unheimliche Wirkung! es war nicht die Illumination eines Feſtes; es war ebenſo wenig der Schein, der beim Lager der Todten wacht; man fühlte gewiſſer Maßen die Vorſtadt durch dieſen fieber⸗ haften Schiaf leben.

In dem Angenblicke, wo Madame Robert ihre Er⸗