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zählung vollendete, machte der Ton einer Glocke Jeder⸗ mann beben.
Es war der erſte Schlag der Sturmglocke, welche bei den Cordeliers erſcholl.
„Gut!“ ſagte Danton,„ich erkenne unſere Mar⸗ ſeiller! Ich vermuthete wohl, ſie würden das Signal eben.“
Die Frauen ſchauten ſich mit Bangigkeit an; Ma⸗ dame Danton beſonders trug auf ihrem Geſichte alle Charaktere des Schreckens.
„Das Signal?“ verſetzte Madame Robert;„man wird alſo das Schloß in der Nacht angreifen?“
Niemand antwortete ihr. Camille Besmoulins aber, der beim erſten Klange der Glocke in das anſtoßende Zimmer gegangen war, kam mit einer Flinte in der Hand wieder herein.
Lucile ſtieß einen Schrei aus; dann, da ſie fühlte, daß ſie in der äußerſten Stunde nicht das Recht hatte, zu verzagen, lief ſie in den Alcoven von Madame Danton, warf ſich auf die Kniee, ſtützte ihren Kopf auf das Bett und fing an zu weinen.
Camille kam zu ihr.
„Sei ruhig,“ ſagte er,„ich werde Danton nicht verlaſſen.“
Die Männer gingen ab; Madame Danton ſchien dem Sterben nahe; Madame Robert hing ſich ihrem
Gatten an den Hals und wollte ihn durchaus begleiten.
Die drei Frauen blieben allein: Madame Danton ſitzend und wie vernichtet; Lucile auf den Knieen und weinend,— indeß Madame Robert mit großen Schritten im Zimmer umherlief, und ohne wahrzunehmen, daß jedes ihrer Worte Madame Danton ins Herz traf, ſagte:
„Alles das, Alles das iſt die Schuld von Danton! Wird mein Mann getödtet, ſo werde ich mit ihm ſter⸗ ben; doch ehe ich ſterbe, erſteche ich Danton!“
So verging ungefähr eine Stunde
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