Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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einer Seite der Seine, wo man nicht mordete, während ich im Gegentheil auf der Seite der Seine war, wo man mordete... Wo man mordete! Was iſt geſchehen, mein Herr? fragte die Königin.

Ein großes Unglück, Madame: die Partei des Hofes hat geſiegt!

Die Partei des Hofes hat geſiegt! Und Sie nen⸗ nen das ein Unglück, Herr Gilbert?

Ja, weil ſie durch eines der entſetzlichen Mittel geſiegt hat, welche den Sieger entnerven und ihn zu⸗ weilen neben dem Beſiegten hinſtrecken!

Was iſt denn vorgefallen?

Lafahette und Bailly haben auf das Volk geſchoſ⸗ ſen, ſo daß nun Lafahette und Bailly außer Stande ſind, Ihnen zu dienen.

Warum dies? Weil ſie ihre Popnlarität verloren haben. Und was that das Volk, auf das man geſchoſſen

hat Es unterzeichnete eine Petition, welche die Ent⸗ ſetzung verlangt.

Die Entſetzung weſſen?

Des Kolban

Und Sie finden, man habe Unrecht gehabt, auf das Volk zu ſchießen? fragte die Königin, deren Auge funkelte.

Ich glaube, man hätte beſſer daran gethan, es zu überzeugen, als es zu erſchießen.

Von was überzeugen?

Von der Aufrichtigkeit des Königs.

Der König iſt ja aufrichtig!

Verzeihen Sie, Madame. Vor drei Tagen habe ich den König verlaſſen; mein ganzer Abend ver⸗ ging damit, daß ich es verſuchte, ihm begreiflich zu machen, ſeine wahren Feinde ſeien ſeine Brüder, Herr