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Die Königin, welche, als ſie ihn ſich hatte nähern ſehen, in Zorn gerathen war, ließ ihn beruhigt durch ſeinen gutmüthigen Ton ſprechen, und hörte ihn am Ende mit einer tiefen Schwermuth an.
Mittlerweile erwachte die Kammerfrau, und als ſie einen Mann beim Bette der Königin ſah, ſtieß ſie einen Schrei aus und wollte um Hülfe rufen.
Doch die Königin hielt ſie zurück und ſagte:
„Nein, Campan, laſſen Sie mich hören, was dieſer Herr ſpricht. Der Herr iſt ein guter, wie ſo viele Andere, über unſere Abſichten getäuſchter Franzoſe, und ſeine Reden bezeichnen eine wahre Anhänglichkeit an das Königthum.“
Und der Officier ſagte bis zum Ende der Königin, was er ihr zu ſagen hatte.
Vor ihrer Abreiſe nach Varennes hatte Marie An⸗ toinette nicht ein graues Haar.
In der Nacht, welche auf die von uns erzählte Scene zwiſchen Charny und ihr folgte, wurden ihre Haare faſt völlig weiß.
Als ſie dieſe traurige Metamorphoſe wahrnahm, lächelte ſie mit Bitterkeit, ſchnitt eine Locke ab und ſchickte ſie an Frau von Lamballe in London mit den Worten:
„Weiß geworden durch das Unglück!“
Wir haben ſie Barnave erwartend geſehen, wir haben den Hoffnungen von dieſem gleichſam beigewohnt; doch er hatte große Schwierigkeiten gehabt, die Königin dieſe Hoffnungen theilen zu machen.
Marie Antoinette fürchtete die gewaltſamen Scenen; bis dahin hatten ſich dieſe Scenen beſtändig gegen ſie gewendet; hievon zeugen der 14. Juli, der d. und der 6. October, die Verhaftung in Varennes.
Sie hatte von den Tuilerien aus den Lärmen des unſeligen Musketenfeners auf dem Marsfelde gehört; ihr Herz war dadurch tief beunruhigt worden. Im Gan⸗


