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„Sire, vergebens machen Sie dieſe Thüre zu: ſo oft Sie ſie zumachen, ebenſo oft werde ich ſie wieder öffnen; das iſt der Befehl.“
Die Thüre blieb offen.
Alles, was man von den Officieren erlangen konnte, war, daß dieſe Thüre, ohne völlig geſchloſſen zu ſein, an das Geſims angelehnt werden ſollte, wenn ſich die Königin auskleiden oder ankleiden würde.
Sobald die Königin angekleidet war oder im Bette lag, öffnete ſich die Thüre wieder.
Das war eine unerträgliche Tyrannei. Die Kö⸗ nigin hatte den Gedanken, an ihr Bett das Bett ihrer Kammerfrau zu ziehen, ſo daß dieſes zwiſchen ſie und die Thüre geſtellt wäre.
Mit Vorhängen verſehen, bildete dieſes Bett für ſie einen Windſchirm, hinter welchem ſie ſich an⸗ und aus⸗ kleiden konnte.
In einer Nacht, als er ſah, daß die Kammerfrau ſchlief und die Königin wachte, benützte der Ofſicier dieſen Schlaf der Kammerfrau, um bei der Königin einzutreten und ſich ihrem Bette zu nähern.
Die Königin, als er herbeikam, betrachtete ihn mit jener Miene, welche die Tochter von Maria Thereſia anzunehmen wußte, wenn man die Achtung gegen ſie verletzte; doch der wackere Mann, der durchaus nicht die Achtung gegen ſie zu verletzen glaubte⸗ bekümmerte ſich nichts um ihre Miene und ſchante ſie ſeinerſeits mit einem Ausdrucke des Mitleids an, in dem man ſich nicht täuſchen konnte.
„Ah! bei meiner Treue!“ ſagte er,„da ich Sie allein finde, Madame, ſo muß ich Ihnen einige Rath⸗ ſchläge geben.“
Und ſogleich, ohne danach zu ftagen, ob ihn die Königin hören oder nicht hören wollte, erklärte er ihr,
was er thun würde wenn er an ihrer Stelle wäre.
bis
ihr


