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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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flucht in den Reihen der Nationalgarde des Marais ge⸗ funden hatten, aller Wahrſcheinlichkeit nach ein Aſyl im Hauſe von Santerre fanden.

Wer hatte den Befehl zu ſchießen gegeben? Nie⸗ mand wußte es. Das iſt eines von den hiſtoriſchen Geheimniſſen, welche, trotz der ängſtlichſten Nachforſchun⸗ gen, unerklärt bleiben. Weder der ritterliche Lafayette, noch der ehrliche Bailly liebten das Blut, und dennoch verfolgte ſie dieſes Blut bis zu ihrem Tode.

Ihre Popularität ertrank darin an demſelben Tage.

Wie viel Opfer blieben auf dem Felde der Schläch⸗ terei? Man weiß es nicht, deun die Einen verminderten ihre Zahl, um die Verantwortlichkeit des Maire und des Sbercommandanten zu mildern, die Andern vermehr⸗ ten ſie, um den Zorn des Volkes zu ſteigern.

Sobald es Nacht geworden war, warf man die Leichen in die Seine; die Seine, eine blinde Mitſchul⸗ dige, wälzte ſie nach dem Oceanz der Ocean ver⸗ ſchlang ſie.

Vergebens wurden aber Bailly und Lafayette von der Nationalverſammlung nicht nur freigeſprochen, ſon⸗ dern ſogar beglückwünſcht; vergebens nannten die con⸗ ſtitutionellen Journale dieſe Hondlung den Triumph des Geſetzes; dieſer Triumph wurde gebrandmarkt, wie es alle die unſeligen Tage verdienen, wo die Gewalt tödtet, ohne zu kämpfen. Das Volk, das den Dingen ihren wahren Namen gibt, nannte dieſen angeblichen Triumph: Die Metzelei vom Marsfelde.

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