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„Und Sie kommen ohne Zweifel mit Tauſenden von Bewaffneten, um ſich meinem Marſche zu widerſetzen?“ fragte der König, der in der Erörterung Größe gewann.
„Nein, Sire, ich bin allein, oder wir ſind vielmehr zu zwei: der Adjutant des General Lafayette und ich, das heißt ein einfacher Bauer; nur hat die Nativnalver⸗ ſammlung ein Decret erlaſſen; ſie hat auf uns gezählt, daß es vollzogen werde, und es wird dies geſchehen.“
„Geben Sie das Deecret, daß ich es wenigſtens ſehe,“ ſprach der König.
„Ich habe es nicht, mein Gefährte hat es. Mein Gefährte iſt von Herrn von Lafayette und der National⸗ verſammlung abgeſandt, um die Befehle der Nation voll⸗
ziehen zu laſſen; ich bin von Herrn Bailly und beſon⸗
ders von mir ſelbſt abgeſandt, um dieſen Gefährten zu überwachen und ihm eine Kugel vor den Kopf zu ſchießen, wenn er ſtrauchelt.“
Die Königin, Herr von Choiſeul, Herr von Damas und die anderen Anweſenden ſchauten ſich mit Erſtaunen
an; ſie hatten das Volk nie anders als unterdrückt oder
wüthend, um Gnade bittend oder mordend geſehen; ſie ſahen es zum erſten Male ruhig, aufrecht, mit gekreuzten Armen, ſeine Stärke fühlend und im Namen ſeiner Rechte ſprechend.
Ludwig XVI begriff auch ſehr raſch, daß nichts von einem Manne von dieſem Schlage zu hoffen war, und da es ihn drängte, mit ihm ein Ende zu machen, ſo fragte er:
„Nun, wo iſt Ihr Gefährte?“
„Hier, hinter mir,“ antwortete der Mann.
Und er machte bei dieſen Worten einen Schritt vorwärts und entblößte dadurch die Thüre, durch deren Oeffnung man einen jungen Mann in der Uniform eines an ein Fenſter angelehnt, ſehen onnte.
Er war auch in der größten Unordnung; nur war


