Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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ſeine Unordnung, ſtatt die der Stärke zu ſein, die der Niedergeſchlagenheit.

Sein Geſicht rieſelte von Thränen und er hielt in. der Hand ein Papier.

Es war Herr von Romeuf, das heißt der junge Adjutant von Herrn von Lafahette, mit dem wir, unſer Leſer erinnert ſich ohne Zweifel, zur Zeit der Ankunft von Herrn Lonis von Bouillé in Paris Bekanntſchaft gemacht haben.

Herr von Romeuf war, wie man aus dem Geſpräche entnehmen konnte, das er in jenem Angenblick mit dem jungen Royaliſten hatte, Patriot, und zwar aufrichtiger Pa⸗ triot; doch, während der Dictatur von Herrn von Lafayette in den Tuilerien, beſonders beauftragt, die Königin zu überwachen und ſie bei ihren Ausgängen zu begleiten, hatte er in ſeinen Beziehungen zu ihr mit ſo viel ehr⸗ furchtsvoller Zartheit zu Werke zu gehen gewußt, daß ihm die Königin wiederholt ihre Dankbarkeit ausgedrückt.

Als ſie ihn erblickte, rief ſie auch ſchmerzlich er⸗ ſtaunt:

Oh! mein Herr, Sie ſind es?

Dann fügte ſie mit jenem peinlichen Seufzen der Frau, die eine Macht fallen ſieht, welche ſie für unbe⸗ ſiegbar gehalten, bei:

Oh! ich hätte das nie geglaubt!

Gut! murmelte lächelnd der zweite Bote,es ſcheint, ich habe wohl daran gethan, daß ich gekom⸗ men bin.

Herr von Romeuf trat langſam, mit niedergeſchla⸗ genen Augen und ſeinen Beſchluß in der Hand holtend herbei.

Ungeduldig, ließ ihm aber der König keine Zeit, dieſen Beſchluß zu überreichen: er trat ihm raſch einen Schritt entgegen und riß ihm das Papier aus den Händen.

Dann, nachdem er es geleſen, ſprach er: