Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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wie der König geſagt hat, Alles, was Sie thun zu kön⸗ nen glauben.

Dann fügte ſie leiſe bei:

Handeln Sie aber raſch und mit Nachdruck, oder

wir ſind verloren! Es iſt gut, Madame, erwiederte Charny;ge⸗ ſtatten Sie, daß ich mich einen Angenblick mit dieſen Herru beſpreche, und was wir beſchließen, wird auf der Stelle ausgeführt werden.

In dieſem Augenblick trat Herr von Chviſeul ein.

Er hielt in der Hand einige in ein blutiges Ta⸗ ſchentuch gewickelte Papiere.

Ohne etwas zu ſagen, reichte er ſie Charny.

Der Graf begriff, daß es die bei ſeinem Bruder gefundenen Papiere waren; er ſtreckte die Hand aus, um die blutige Erbſchaft in Empfang zu nehmen, zog das Taſchentuch an ſeine Lippen und küßte es. 2 Die Königin konnte ſich eines Schluchzens nicht ers wehren.* Charny wandte ſich aber nicht einmal um, ſteckte die Papiere in ſeine Bruſttaſche und ſagte dann:

Meine Herren, können Sie mich bei dem letzten Verſuche den ich machen will,unterſtützen?

Wir ſind bereit, unſer Leben dabei zu opfern, antworteten die jungen Leute.

Glauben Sie für ein Dutzend treu gebliebener Männer ſtehen zu können?

Wir ſind ſchon unſerer acht oder neun.

Wohl denn! ich kehre zu meinen ſiebenzig Huſaren zurück; während ich die Barricaden von vorne ahgreife, machen Sie eine Diverſion von hinten; von dieſer Di⸗ verſion begünſtigt, forcire ich die Barricaden, und mit unſeren vereinigten Truppen dringen wir bis hierher, und wir entführen den König.

Statt jeder Antwort, reichten die jungen Leute dem Grafen die Hand.