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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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einigen zu dürfen, welche in der Stadt waren; dieſe Er⸗ laubniß wurde mir verweigert; ich verlangte, die Befehle des Königs einholen zu dürfen, und da man ohne Zwei⸗ fel im Begriffe war, mir dieſes zweite Geſuch abzuſchla⸗ gen, wie man das erſte abgeſchlagen hatte, ſo gab ich meinem Pferde die Sporen, ſetzte über die erſte Barri⸗ cade, dann öber die zweite... Geleitet von den Ge⸗ räuſchen eilte ich im Galopp hierher, und ich kam auf den Platz in dem Augenblick, wo... Eure Majeſtät, ſich zurückwerfend, den Balcon verließ. Und nun erwarte ich die Befehle Eurer Majeſtät, ſchloß Charny.

Die Königin drückte Charny abermals die Hand in ihren Händen.

Dann wandte ſie ſich gegen den immer in dieſelbe ſtarre Fühlloſigkeit verſunkenen König und fragte ihn:

Sire, Sie haben gehört, was Ihr getreuer Die⸗ ner, Herr von Charny, geſprochen hat?

Der König antwortete nicht.

Da ſtand die Königin auf, ging zu ihm und ſagte:

Sire, es iſt keine Zeit zu verlieren, und leider haben wir ſchon zu viel Zeit verloren. Hier iſt Herr von Charny, der, wie er behauptet, über ſiebenzig Leute verfügt und um Ihre Befehle bittet.

Der König ſchüttelte den Kopf.

Sire, rief die Königin,um des Himmels willen Ihre Befehle!

Und Charny flehte mit dem Blicke, während die Königin mit der Stimme flehte.

Meine Befehle? wiederholte der König;ich habe keine Befehle zu geben; ich bin Gefangener... Thun Sie Alles, was Sie thun zu können glauben. verſetzte die Königin,mehr verlangen wir nicht.

Und ſie zog Charny zurück und ſprach zu ihm:

Sie haben ununſchränkte Vollmacht; thun Sie,