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Die Königin reichte ihm die Hand.
Charny verbengte ſich und berührte dieſe zitternde Hand mit dem Ende der Lippen.
„Aber Niemand hat mir geantwortet,“ fuhr Charny fort; ich bin die ganze Nacht umhergeirrt, und bei Ta⸗ gesanbruch befand ich mich beim Dorfe Goves, auf der Straße von Varennes nach Dun.... Hatten Sie das Glück gehabt, Dronet zu entkommen, wie er mir ent⸗ kommen? das war möglich; dann hatten Sie Varen⸗ nes paſſirt, und es war unnöthig, daß ich dahin ging. Hatte man Sie in Varennes angehalten? dann war ich allein, und meine Ergebenheit wurde unnütz. Ich be⸗ ſchloß alſo, meinen Weg nach Dun fortzuſetzen. Ein wenig vor der Stadt traf ich Herrn Deslon und hun⸗ dert Huſaren. Herr Deslon war beſorgt, doch er hatte keine Kunde; nur hatte er, mit verhängten Zügeln von Stenny her fliehend, Herrn von Bouillé und Herrn von Raigecvurt vorüberreiten ſehen. Warnm hatten ſie ihm nichts geſagt? Ohne Zweifel mißtrauten ſie ihm; ich aber kannte Herrn Deslon als einen guten und loyalen Edelmann; ich errieth, daß Eure Majeſtät in Varennes angehalten worden war, daß die Herren von Bouillé und von Raigecourt die Flucht ergriffen hatten, und den General benachrichtigen wollten. Ich ſagte Herrn Des⸗ lon Alles, ich beſchwor ihn, mir mit ſeinen Huſaren zu folgen, was er auf der Stelle that, wobei er indeſſen dreißig von ſeinen Leuten zurückließ, um die Brücke über die Maas zu bewachen. Eine Stunde nachher wa⸗ ren wir in Varennes; wir hatten vier Meilen in einer Stunde gemacht! ich wollte unmittelbar den Angriff be⸗ ginnen, Alles niederwerfen, um bis zum König und zu Eurer Majeſtät zu gelangen: wir fanden Barricaden über Barricaden; es verſuchen, ſie zu überſteigen, wäre eine Tollheit geweſen. Da verſuchte ich es, zu parla⸗ mentiren; es zeigte ſich ein Nationalgarde⸗Poſten, ich bat ihn um Erlaubniß, meine Huſaren mit denen ver⸗


