Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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blick dauern, und ſobald die Barriere geſtürmt iſt, ſo⸗ bald die Huſaren in der Stadt ſind, wird die Flucht des Volks eine vollſtändige ſein. Wir werden uns alſo zehn Minuten halten müſſen; wir ſind zu zehn: nach der Be⸗ ſchaffenheit der Localitäten dürfen wir hoffen, daß man kaum einen Mann in der Minute tödten wird; wir haben folglich Zeit. Die Zuhörer beſchränkten ſich darauf, daß ſie ein bejahendes Zeichen machten; dieſe Ergebenheit, welche bis zum Tode ging, wurde, einfach vorgeſchlagen, mit derſelben Einfachheit angenommen. Nun wohl, meine Herren, ich glaube, daß Fol⸗ gendes zu thun iſt, fuhr Herr von Choiſeul fort:bei dem erſten Schuſſe, den wir hören, bei dem erſten Ge⸗ ſchrei, das auswärts ertönt, ſtürzen wir in das erſte Zimmer; wir tödten Alles, was ſich darin findet, und bemächtigen uns der Treppe und der Fenſter. Es ſind drei Fenſter: drei von uns werden ſie vertheidigen; die ſieben Andern ſtellen ſich auf der Treppe auf, welche bei ihrer Schneckenform leicht zu vertheidigen iſt, da ein Mann allein fünf bis ſechs Angreifenden die Spitze bieten kann. Es werden ſogar die Leichen von denjenigen von uns, welche die Feinde tödten, als Wall für die Anderen dienen; es iſt alſo Hundert gegen Eins zu wetten, daß die Truppen Meiſter der Stadt ſein werden, ehe wir bis auf den letzten Mann erwürgt ſind, und ſollten wir dies ſein, ſo wird der Platz, den wir daun in der Geſchichte e uns eine ſchöne Belohnung für unſere Ergebenheit gewähren. Die jungen Leute drückten ſich die Hände, wie es die Spartaner im Augenblick des Kampfes machten; dann beſtimmten ſie unter einander für Jeden ſeinen Schlacht⸗ poſten: die zwei Gardes du corps und Iſidor von Charny, für den man den Platz bewahrte, obgleich er ab⸗ weſend war, erhielten ihren Poſten bei den auf die Straße gehenden drei Fenſtern; Herr von Choiſeul unten an der