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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Was für ein Gebet war es, das ſie an Gott rich⸗ tete? War es, Gott möge dieſen zwei Engeln vergeben oder dieſe zwei Engel mögen den Menſchen vergeben?

Herr Sauſſe und die Municipalräthe hatten ſich zu⸗ rückgezogen, nachdem ſie dem König verſprochen, die Pferde ſollen angeſpannt werden.

Doch der Blick der Königin gab deutlich kund, ſie baue durchaus nicht auf dieſes Verſprechen; Herr von Choiſeul ſagte auch zu Herrn von Damas und den Herren von Floirac und von Foucg, die ihm gefolgt waren, ſowie zu den zwei Gardes du corps:

Meine Herren, halten wir uns nicht an die ver⸗ ſtellte Ruhe des Königs und der Königin; die Frage iſt keine verzweifelte, faſſen wir ſie aber ſo ins Auge, wie e iſt. 6 Die Officiere bedeuteten, mit dem Kopfe nickend, ſie höͤren, und Herr von Choiſeul könne ſprechen.

Herr von Bouills iſt zu dieſer Stunde wahrſchein⸗ lich in Kenntniß geſetzt, und er wird gegen fünf oder ſechs Uhr Morgens hier ankommen, da er zwiſchen Dun und Stenay mit einem Detachement von RoyalAlle⸗ mand ſein muß. Es iſt ſogar wahrſcheinlich, daß ſeine Vorhut eine halbe Stunde vor ihm hier eintrifft, denn unter den Umſtänden, in denen wir uns befinden, muß Alles, was möglich iſt, vollbracht werden; doch wir dürfen uns nicht verhehlen, daß vier bis füuftauſend Menſchen uns umgeben, ud daß der Augenblick, wo man die Truppen von Herrn von Bouillé erblicken wird, auch der einer großen Gefahr und einer erſchrecklichen Gährung ſein muß. Man wird den König aus Varen⸗ nes hinausſchleppen wollen, man wird es verſuchen, ihn ein Pferd beſteigen zu laſſen, um ihn nach Clermont zu führen; man wird ſein Leben bedrohen und ſich ſogar vielleicht an ihm vergreifen, doch dieſe Gefahr, meine Herren, fuhr Choiſenl fort,wird nur einen Augen⸗