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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Da er nicht wußte, mit wem er es zu thun hatte, noch was vorgefallen war, ſo wollte Herr von Chviſeul ſich vor Allem zurecht finden. Er fing damit an, daß er mit dem Polizeipoſten des in Varennes ſtationirten De⸗ tachement in Verbindung geſetzt zu werden verlangte; dieſes Verlangen führte weitſchweifige Erörterungen her⸗ bei, endlich aber entſchloß man ſich, dem Wunſche von Herrn von Choiſenl zu entſprechen.

Während man jedoch dieſen Entſchluß faßte und ihn ausführte, konnte Herr von Choiſeul ſehen, daß die Nationalgarden ihre Zeit benützten und Vertheidigungs⸗ anſtalten dadurch trafen, daß ſie Verhaue machten und gegen ihn und ſeine vierzig Mann zwei kleine Kanonen richteten. Als der Stückrichter eben ſeine Arbeit been⸗ digte, kam der Polizeipoſten an, jedoch unberitten; die Leute, aus denen er beſtand, wußten nichts, wenn nicht, daß der König, wie man ihnen geſagt hatte, feſtgenom⸗ men und nach dem Gemeindehaus geführt worden war; ſie ſelbſt waren vom Volk überfallen und ihrer Pferde beraubt worden. Sie wußten auch nicht, wie es ihren Gefährten ergangen.

Als ſie dieſe Erklärungen gegeben, glaubte Herr von Choiſeul mitten in der Finſterniß einen kleinen Trupp zu Pferde vorrücken zu ſehen und zu gleicher Zeit hörte er rufen:Wer da.

Frankreich, antwortete eine Stimme:

Welches Regiment?

Monſieur⸗-Dragoner.

Bei dieſem Worte knallte ein Flintenſchuß von ei⸗ nem Nationalgarde abgefeuert.

Gut, ſagte Herr von Choiſeul zu einem Unter⸗ officier, der ſich in der Nähe befand,das iſt Herr von Damas mit ſeinen Dragonern. 6

Und ohne länger zu warten, machte er ſich von zwei Menſchen los, die ſich an den Zaum ſeines Pfer⸗

des angeklammert hatten und ihm zuriefen, es ſei