Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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doch er würde ſicherlich finden, ich habe Unrecht gehabt, ſie Ihnen zu geben.

Ah! rief Leonard,ah! Teufel ich hatte die Frage nicht von dieſer Seite in Betrachtung gezo⸗ gen! Sie verweigern mir alſo die Pferde, Herr Che⸗ valier?*

Entſchieden.

Leonard ſtieß einen Seufzer aus.

Doch, ſagte er, ſeinen Angriff erneuernd,doch Sie werden ſich wenigſtens dafür verwenden, daß ich Pferde bekomme.

Ah! was das betrifft, von Herzen gern, mein lie⸗ ber Herr Leonard, erwiederte Herr von Bouillé.

Herr Leonard war in der That ein ziemlich beſchwer⸗ licher Gaſt; er ſprach nicht nur laut, ſondern er verband auch mit ſeinen Worten eine äußerſt ausdrucksvolle Pan⸗ tomime, und dieſe Pantomime nahm durch die breite Krämpe ſeines Hutes und die übermäßige Weite ſeines Rockes eine groteske Form an, deren Lächerlichkeit immer auf diejenigen, mit welchen er ſprach, zurückſprang.

Herr von Bouillé hatte alſo die größte Eile, ſich von Leonard zu befreien.

Er rief dem zu Folge den Wirth zum Großen Mo⸗ narchen und bat ihn, Pferde zu beſorgen, welche den Reiſenden bis nach Dun führen könnten, und nachdem dieſer Auftrag gegeben war, überließ er Leonard ſeinem guten Glücke, indem er ihm ſagte, er wolle, was der Wahrheit entſprach, auf Erkundigungen ausgehen.

Die zwei Officiere, Herr von Bouillé und Herr von Raigecourt, gingen wirklich wieder in die Stadt, durch⸗ ſchritten ſie ganz, machten eine Viertelmeile auf dem Wege nach Paris, ſahen nichts, hörten nichts, und da ſie auch zu glauben anfingen, der König, der um acht bis zehn Stunden im Verzuge war, werde nicht paſſiren, ſo kehrten ſie nach dem Gaſthauſe zurück.

Die Gräfin von Charny. IV.