Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

366

ränſche nicht in das Herz der Stadt und zu den Flücht⸗ lingen Herrn von Bouillé,*) Herrn von Raigecvurt und die Huſaren, welche in Varennes aufgeſtellt waren, um den König zu erwarten?

Wir werden es ſogleich ſagen.

Gegen neun Uhr Abends waren die zwei jungen Officiere nach dem Gaſthauſe zum Großen Monarchen zurückgekehrt, als ſie plötzlich das Geräuſch eines Wagens hörten.

Beide befanden ſich in einem Saale des Erdgeſcho⸗ ßes und liefen ans Fenſter.

Dieſer Wagen war ein einfaches Cabriolet. Die zwei Officiere hielten ſich indeſſen bereit, wenn es nöthig wäre, die Relais herauskommen zu laſſen.

Doch der Reiſende, den ſie erblickten, war nicht der König, ſondern ein grotesker Menſch mit einem breit⸗ krämpigen Hute auf dem Kopfe und in einen ungeheuren Ueberrock gehüllt.

Sie machten einen Schritt rückwärts, da rief ihnen der Reiſende zu:

Ei! meine Herren, iſt nicht einer von Ihnen der Herr Chevalier Jules von Byuillé? Der Chevalier hielt in ſeinem Rückzuge an.

Ja, mein Herr, ich bin es, ſprach er⸗

Dann habe ich Ihnen viele Dinge zu ſagen, rief der Mann mit dem ungeheuren Ueberrock und dem breit⸗ krämpigen Hute.

Mein Herr, erwiederte der Chevalier von Bouillé, ich bin bereit, Sie zu hören, obgleich ich nicht die Ehre

habe, Sie zu kennen; wollen Sie indeſſen ſo gut ſein,

*) Dieſer Herr von Bouille war Jules und nicht Louis von Bouille, denwir ſchon im Laufe unſerer Geſchichte ha⸗ ben erſcheinen ſehen, dies beſonders, da er als Schloſ⸗ ſergeſelle verkleidet in die Schmiede des Königs kam.