Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Blitz und ſeinen Donner gehabt hatte, wie der himm⸗ liſche Sturm, die Stille der Erſchöpfung gefolgt war; als die Hunde, welche keine Urſache der Unruhe mehr hatten, zu heulen aufgehört; als ein mit Hagel ver⸗ miſchter Regen eine Blutſpur vertilgt hatte, weiche wie ein halb aufgelöſter Gürtel eine ganze Seite des Pacht⸗ hofes umgab; als die Zeit, dieſer unbemerkbare und ſtumme Zeuge von Allem dem, was hienieden vorgeht, in die Luft auf den bebenden ehernen Flügeln die letzten Stunden der Nacht geſchüttelt hatte, nahmen die Dinge wieder ihren gewöhnlichen Lauf: das Hoſthor ächzte auf ſeinen verroſteten Angeln; die Tagelöhner kamen her⸗ aus, die Einen, um zu ſäen, die Anderen, um zu eg⸗ gen, wieder Andere, um zu pflügen; dann erſchien auch Billot, die Ebene in allen Richtungen durchkreuzend; endlich kam der Tag, das übrige Dorf erwachte, und Einige, welche weniger gut geſchlafen hatten, als die Andern, ſagten mit einer halb neugierigen, halb gleich⸗ gültigen Miene:

Die Hunde von Vater Billot haben ſtark geheult heute Nacht, und man hat zwei Schüſſe hinter dem Pachthofe gehört.

Das war Alles.

Oh! nein, wir täuſchen uns.

Als der Vater Billot, wie gewöhnlich, um neun Uhr zum Frühſtücke nach Haufe kam, fragte ihn ſeine Frau:

Sage, Mann, wo iſt Catherine?

Catherine? erwiederte der Pächter mit einer An⸗ ſtrengung;die Luft des Pachthofes war ihr ſchädlich, und ſie iſt nach der Sologne zu ihrer Muhme abgereiſt.

Ah! verſetzte die Mutter Billot.Und ſie wird lange bei ihrer Muhme bleiben?

So lange, als es nicht beſſer bei ihr geht, ant⸗ wortete der Pächter.

Die Mutter Billot ſtieß einen Seufzer aus und entfernte ihre Taſſe Milchkaffee von ſich.