Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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terrichten könnte, durch welches Mittel er ihn retten könnte. Doch nichts bot ſich ſeinem Geiſte, und aus Ver⸗ zweiflung drückte er ſeine Hände in ſeine Haare.

Er ſah den Lauf zum zweiten Male ſich erheben, doch zum zweiten Male ſenkte ſich der Lauf wieder.

Das Opfer war noch zu weit entfernt.

Es verging ungefähr eine halbe Minute, während welcher der junge Mann die zwanzig Schritte machte, die ihn vom Fenſter trennten.

Sobald er vor dieſes gekommen, klopfte er ſachte dreimal in gleichen Zwiſchenräumen an.

Diesmal gab es keinen Zweifel mehr, es war ein Liebhaber, und dieſer Liebhaber kam wegen Catherine.

Der Lauf der Flinte erhob ſich auch zum dritten Male, während Catherine, das gewöhnliche Zeichen er⸗ kennend, ihr Fenſter halb öffnete.

Keuchend fühlte Piton gewiſſer Maßen die Feder der Flinte ſich abſpannen, das Anſchlagen des Steines an die Batterie wurde hörbar; ein Schein, ähnlich dem eines Blitzes, erleuchtete den Weg, doch kein Knall folgte auf dieſen Schein.

Nur das Zündkraut hatte gebrannt.

Der junge Edelmann ſah, welche Gefahr er gelau⸗ fen war, und machte eine Bewegung, um gerade auf das Feuer zuzugehen; doch Catherine ſtreckte den Arm aus, zog ihn an ſich und flüſterte ihm zu:

Unglücklicher! es iſt mein Vater!. er weiß Alles komm!

Und mit einer übermenſchlichen Stärke half ſie ihm

durch ihr Fenſter ſteigen, deſſen Laden ſie hinter ihm zumachte. Es blieb dem Pächter ein zweiter Schuß, doch die zwei jungen Leute hatten einander ſo umſchlungen, daß er ohne Zweifel, auf Iſidor ſchießend, ſeine Tochter zu tödten befürchtete.