Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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willkürlich ſein Wort zu brechen, war, was ihm ſo bange machte.

S Herr von Charny und es widerfuhr ihm ein Unglück, was würde Catherine von Piton denken?

Vielleicht, er habe ſie verrathen?

Piton hätte den Tod der Idee, Catherine könne denken, er habe ſie verrathen, vorgezogen..

Doch er konnte nichts Anderes thun, als bleiben, wo er war, und beſonders unbeweglich bleiben: die ge⸗ ringſte Bewegung hätte ſeine Anweſenheit geoffenbart.

Es verging eine Viertelſtunde, ohne daß etwas die Stille der Nacht unterbrach; Piton hegte eine letzte Hoffnung, die, wenn der Vicomte glücklicher Weiſe ſpät käme, ſo würde Billot des Wartens überdrüſſig werden, an ſeinem Kommen zweifeln und in ſeine Wohnung zurückkehren.

Doch plötzlich glaubte Piton, der durch ſeine Lage das Ohr an die Erde gedrückt hielt, den Galopp eines Pferdes zu hören; dieſes Pferd, wenn es eines war, auf dem Fußpfade kommen, der gegen den Wald zulief.

Bald konnte man nicht mehr zweifeln, daß es ein Pferd war; es ging quer über den Weg, ungefähr ſech⸗ zig Schritte von der Gruppe der Weidenbäume; man hörte die Füße des Pferdes auf den Kieſelſteinen ſchallen und eines von ſeinen Hufeiſen machte anſtoßend ein paar Funken hervorſpringen.

Piton ſah, wie der Pächter den Kopf vorneigte und in der Dunkelheit zu unterſcheiden ſuchte.

Doch die Nacht war ſo ſchwarz, daß ſelbſt das Auge von Pitou, ſo ſehr es ſonſt die Finſterniß zu durchdringen vermochte, nur eine Art von Schatten er⸗ blickte, der über den Weg ſprang und an der Ecke der Mauern des Pachthofes verſchwand.

Piton bezweifelte nicht einen Augenblick, daß es Iſidor war, doch er hoffte, der Vicomte habe, um in