Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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er, als wollte er der Wahrheit ſeine Huldigung leiſten. Es ſcheint, Sie ſind der Anſicht des Sprüchworts, welches ſagt:

Man muß die Lämmer zu jung eſſen und den Wein zu alt trinken.

Niemand antwortete auf den Scherz von Vater Clonis, doch als dieſer ſah, daß das Geſpräch fiel, glaubte er es in ſeiner Eigenſchaft als Gaſt aufrecht halten zu müſſen und fuhr fort:

Ich habe mir alſo geſagt:Bei meiner Treue, es iſt heute die Reihe an den Haſen; gleichviel, ob ich meinen Haſen anf der einen oder auf der andern Seite des Waldes ſchieße. Ich will alſo meinen Haſen in der Hut des Vater Lajeuneſſe ſchießen. Zugleich werde ich ſehen, wie eine in Silber gefaßte Flinte die Kugel trägt. Ich goß alſo dreizehn Kugeln ſtatt zwölf. Bei meiner Treue! Ihre Flinte trägt die Kugel gut.

Ja, ich weiß, es iſt ein gutes Gewehr.

Ei! zwölf Kugeln, bemerkte Pitou,gibt es denn irgendwo einen Preis für die Flinte?

Nein, antwortete Billot.

Ah! ich kenne ſie, die in Silber gefaßte, wie man ſie in der Gegend nennt, ſagte Piton;ich habe ſie vor zwei Jahren bei dem Feſte in Bourſonnes ihre Sache machen ſehen. Dort hat ſie das ſilberne Beſteck gewonnen, mit dem Sie eſſen, Frau Billot, und den Becher, aus dem Sie trinken, Mademoiſelle Cathe⸗ rine! Oh! was haben Sie denn, Mademoiſelle2 rief Piton erſchrocken.

Ich? nichts, erwiederte Catherine, während ſie ihre halb geſchloſſenen Augen wieder öffnete und ſich auf dem Stuhle aufrichtete, an deſſen Rücklehne ſie halb ohnmächtig geſunken war.

Catherine! was ſoll ſie denn haben? verſetzte Billot, die Achſeln zuckend.

Ich muß Ihnen alſo ſagen, fuhr der Vater