Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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S

Für heute Abend unfehlbar. Da antwortete ich: Gut, Sie werden es haben, und hier iſt es.

Ich danke, Vater Clouis, wiederholte Billot. Sie eſſen mit uns zu Mittag, nicht wahr?

Oh! Sie ſind ſehr gütig, ich habe kein Bedürf⸗ niß.

Der Vater Clouis glaubte, die Höflichkeit heiſche, wenn man ihm einen Stuhl anbiete, zu ſagen, er ſei nicht müde, und wenn man ihn zum Eſſen einlade, zu antworten, er habe keinen Appetit.

Billot kannte dies.

Gleichviel, ſagte er,ſetzen Sie ſich immerhin zum Tiſche: es iſt zu eſſen und zu trinken da, und wenn Sie nicht eſſen, ſo werden Sie trinken

Mittlerweile hatte die Mutter Billot mit der Re⸗ gelmäßigkeit und beinahe mit der Schweigſamkeit eines Automaten einen Teller, ein Beſteck und eine Serviette auf den Tiſch gelegt.

Dann rückte ſie einen Stuhl an den Tiſch.

Nun! da Sie es durchaus wollen. ſagte der Vater Clouis.

Und er ſtellte die Flinte in eine Ecke, legte den Haſen auf den Rand des Schenktiſches und ſetzte ſich.

Er ſaß gerade Catherine gegenüber, die ihn voll Bangigkeit anſchaute.

Das ſanfte, freundliche Geſicht des alten Jägers ſchien ſo wenig gemacht, um dieſes Gefühl einzuflößen, daß ſich Piton die Gemüthsbewegung nicht erklären konnte, welche nicht nur das Geſicht von Catherine, ſondern auch das nervöſe Zittern, das ihren ganzen Körper ſchüttelte, verriethen.

Billot hatte indeſſen das Glas und den Teller ſei⸗. nes Gaſtes gefüllt, und dieſer nahm, obgleich er er⸗ nän⸗ er habe kein Bedürfniß, Beides muthig in An⸗ griff.

Ah! das iſt ein ſchöner Wein, Herr Billot, rief