Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 7.-10. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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legen, wo wir ihn am Anfange dieſes Werkes auf eine Frucht tragende Art haben operiren ſehen.

Der Pachthof von Piſſeleu lag gerade am Wege von Haramont nach demjenigen Theile des Woldes, welchen man die Wolfsheide nannte.

Man durfte ſich alſo nicht darüber wundern, daß Pitou im Vorübergehen hier anhielt.

Um hier anzuhalten, wählte er die Stunde, wo Bil⸗ lot ſeinen Nachmittagsritt auf den Feldern machte.

Seiner Gewohnheit gemäß durchſchritt Pitou die Ebene, wanderte von Haramont zur Landſtraße von Pa⸗ ris nach Villers⸗Coterets, von der Landſtraße zum Pachthofe von Noue und vom Pachthofe von Noue durch die Schluchten nach dem von Piſſeleu.

Dann umging er die Mauern des Pachthofes, zog ſich an den Schäfereien und den Ställen hin, und befand ſich am Ende vor dem großen Eingangsthor, auf deſſen anderer Seite ſich die Wohngebände erhoben.

Vor dem Thore des Pachthofes angelangt, ſchaut er umher, wie es Billot hätte thun können, und erblickt Catherine an ihrem Fenſter.

Catherine ſchien zu warten. Ohne ſich auf irgend einen Punkt zu heften, ſchweifte ihr Auge auf der gan⸗ zen Ausdehnung des zwiſchen dem Wege von Villers⸗Co⸗ terets nach Ferté Milon und dem Wege von Villers⸗Co⸗ terets nach Bourſonnes liegenden Walde umher.

Pitou ſuchte Catherine nicht zu überraſchen: er

ſtellte ſich ſo, vaß er ſich in dem von ihrem Auge durch⸗

laufenen Kreiſe befand, und als es ihn traf, verweilte das Auge des Mädchens auf ihm.

Sie lächelte ihm zu. Pitou war für Catherine nur noch ein Freund, oder er war vielmehr für ſie mehr als ein Freund.

Piton war ihr Vertrauter.

Du biſt es, mein lieber Pitou, ſagte das Mäd⸗

chen;welcher gute Wind führt Dich zu uns?