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Pitou zeigte ſeine um ſeine Fauſt gerollten Schlin⸗ gen und erwiederte:
„Ich habe die Idee, Sie ein paar ſehr zarte und ſchmackhafte Kaninchen eſſen zu laſſen, und da die der Wolfsheide wegen des Quenels, der hier im Ueberfluß wächſt, die beſten find, ſo habe ich mich lange vor der Zeit von Hauſe entfernt, um im Vorübergehen Sie zu ſehen und mich zugleich nach Ihrer Geſundheit zu er⸗ kundigen.“
Catherine fing damit an, daß ſie über dieſe Auf⸗ merkſamkeit von Piton lächelte. Nachdem ſie den erſten Theil ſeiner Rede durch dieſes Lächeln erwiedert hatte, erwiederte ſie auch den zweiten durch das Wort:
„Du willſt Dich nach meiner Geſundheit erkundi⸗ gen? Du biſt ſehr gut, lieber Pitou. Durch die Sorge, die Du, während ich krank war, für mich hatteſt, und die Du mir ſeit meiner Wiedergeneſung fortwährend an⸗ gedeihen ließeſt, bin ich beinahe geheilt.“
„Beinahe geheilt,“ verſetzte Pitou mit einem Seuf⸗ zer.„Ich wollte, Sie wären es ganz.“
Catherine erröthete, ſeufzte ebenfalls, und nahm die Hand von Pitou, als wollte ſie ihm etwas Wichtiges ſagen; doch ſie beſann ſich ohne Zweifel eines Andern, machte ein paar Schritte durch ihr Zimmer, als ſuchte ſie ihr Taſchentuch, und nachdem ſie es gefunden, ſtrich ſie damit über ihre Stirne, welche mit Schweiß bedeckt war, obgleich man ſich in den kälteſten Tagen des Jah⸗
res befand.
Keine von dieſen Bewegungen entging dem forſchen⸗ den Blicke von Pitou.
„Sie haben mir etwas zu ſagen, Mademoiſelle Catherine?“ fragte er.
„Ich?„ Nein„ Nichts.. Du täuſcheſt Dich, mein lieber Pitou,“ erwiederte das Mädchen mit
ebender Stimme.
Piton verſetzte nach einer Anſtrengung;


