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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 7.-10. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Fall iſt, die Nationalgarde von Haramont erſchien nicht unter ihrem Rufe.

Man erinnere ſich des Triumphes, den die Hara⸗ monter erlangt hatten, da ſie ſtatt jeder Uniform nur dreiunddreißig ähnliche Hüte beſaßen, und Piton, da er als Auszeichnung ſeines Ranges nur den Helm und den Säbel eines gemeinen Dragoners trug.

Man ſtelle ſich alſo vor, welches martialiſche Anſehen die dreiunddreißig Mann von Piton, mit Uniformsröcken und ſolchen Hoſen bekleivet, haben mußten, und welche wohl⸗ gefällige Miene ihr Anführer mit ſeinem kleinen Hute auf dem Oht, ſeinem Ringkragen auf der Bruſt, ſeinen Katzenpfoten auf den Schultern und ſeinem Degen in der Hand annehmen mußte.

Es war nur ein Schrei der Bewunderung vom Ende der Rue de Largny bis zum großen Platze.

Die Tante Angelique wollte mit aller Gewalt ihren Neffen nicht wiedererkennen. Sie hätte ſich beinahe vom Schimmel von Maniquet niedertreten laſſen, um Piton unter die Naſe zu ſchauen.

Piton ſalutirte mit ſeinem Degen auf eine majeſtä⸗ tiſche Art und ſprach, daß er auf zwanzig Schritte in der Runde gehört werden konnte, ſtatt aller Rache die Worte:

Guten Morgen, Frau Angelique.

Zu Boden geſchmettert unter dieſer ehrerbietigen An⸗ rufung, machte die alte Jungfer drei Schritte rückwärts, hob die Arme zum Himmel empor und rief:

Oh! der Unglückliche! die Ehrenbezeigungen haben ihm den Kopf verdreht; er kennt ſeine Tante nicht mehr.

Pitou ritt majeſtätiſch weiter, ohne auf dieſen Ausruf zu antworten, und nahm am Fuße vom Altar des Vater⸗ landes den Ehrenplatz ein, der der Nationalgarde von Haramont als dem einzigen Truppe, welcher eine voll⸗ ſtändige Uniform hatte, gebührte.

Hier angelangt, ſtieg Piton ab und gab ſein Pferd