Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 7.-10. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Teppich, Jener ein Altartuch, der Eine ſeidene Vorhänge, der Andere ein Heiligenbild.

Da aber die Stabilität im Monat October keine von den guten Eigenſchaften der Witterung iſt und der Fall, daß der Barometer beſtändig ſchön andeutet, unter dem Zeichen des Scorpions nur ſelten vorkommt, ſo hatte ſich Niemand der Gefahr ausgeſetzt, ſein Opfer zum Voraus zu hringen, und Jeder hatte den Tag des Feſtes abgewartet, um ſeinen Tribut zu entrichten.

Die Sonne ging, nach ihrer Gewohnheit in dieſer Jahreszeit, um halb ſieben Uhr auf und verkündigte durch die Klarheit und Wärme ihrer Strahlen einen der ſchönen Herbſttage, welche einen Vergleich mit den ſchönen Tagen des Frühlings aushalten.

Um neun Uhr Morgens wurde der Altar mit einem herrlichen Teppich von Aubuſſon bekleidet, mit einem mit Spitzen verzierten Tuche beveckt, und darauf ſetzte man ein Gemälde, die Predigt des heiligen Johannes in der Wüſte vorſtellend, während das Ganze durch einen Pracht⸗ himmel mit goldenen Crepinen beſchirmt war, von dem herrliche Brocatvorhänge herabhingen.

Die für die Feier der Meſſe nothwendigen Gegen⸗ ſtände mußten natürlich von der Kirche geliefert werden, und man bekümmerte ſich nicht darum. Ueberdies hatte jeder Bürger wie am Fronleichnamsfeſte über die Vor⸗ derſeite ſeiner Thüre oder die Facade ſeines Hauſes Tü⸗ cher mit Epheuzweigen geſchmückt oder Tapetenwerk, theils Blumen, theils Perſonen vorſtellend, ausgeſpannt.

Alle Mädchen von Villers⸗Coterets und der Umge⸗ gend ſollten, weiß gekleidet, einen dreifarbigen Gürtel um den Leib und in der Hand einen Zweig mit Blätterwerk haltend, den Altar des Vaterlandes umgeben. 3

Nachdem die Meſſe geleſen, ſollten die Männer der Conſlitutivn den Eid leiſten.

Unter den Waffen von Morgens um acht Uhr an,

erwartete die Nationalgarde von Villers⸗Coterets die

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