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„Ja, allerdings, es fehlt nicht an Schloſſern in Frankreich, doch es gibt keine Schloſſer, wie Du einer biſt.“
„Das ſagte ich dem Meiſter auch, Sire, als ich in Ihrem Auftrage zu ihm kam,“ ſprach der Geſelle;„ich ſagte ihm:„„Bei meiner Treue, der König iſt gerade beſchäftigt, ein Geheimſchloß zu verfertigen; er bedurfte eines Gehülfen; man ſprach von mir, er nahm mich zu ſich, viel Ehre für mich!... Doch es iſt eine feine Arbeit, die der König macht. Das war gut beim Schloß, ſo lange es nur den Kaſten, das Schloßblech und den Sperrkegel betraf; als es ſich aber um den Schloßriegel handelte, da kam der Arbeiter in Verlegenheit.““
„Ich glaube es wohl,“ ſagte Gamain,„der Riegel iſt die Seele des Schloſſes.“
„Und das Meiſterwerk der Schloſſerkunſt, wenn er gut gemacht iſt,“ verſetzte der Geſelle,„doch es iſt ein Unterſchied unter den Riegeln... es gibt ſtehende Riegel,
Riegel mit Ziehſtange, Riegel mit Getriebe Kurz wir geriethen in Verlegenheit und blieben am Ende ſtecken.
„Es iſt allerdings nicht Jedermann gegeben, ſich aus einer ſolchen Schwierigkeit herauszuwickeln,“ ſagte Gamain.
„Ganz richtig..„„Nun darum,““ fuhr ich fort, „„darum bin ich zu Euch gekommen, Meiſter Gamain. So oft der König in Verlegenheit war, ſagte er mit einem Seufzer:„Ah! wenn Gamain da wäre!“ Da erwiederte ich:„Nun, Sire, laſſen Sie ihm ſagen, er ſoll kommen, Ihr großer Gamain, daß man ihn beim Geſchäfte ſieht!“ Der König antwortete aber:„Das wäre vergeblich, mein armer Louis, Gamain hat mich vergeſſen!“„Eure Majeſtät vergeſſen! ein Mann, der die Ehre gehabt hat, mit ihr zu arbeiten, unmöglich!“ Da ſagte ich zum
König:„Ich will ihn aufſuchen, dieſen Meiſter über Meiſter, dieſen Meiſter über Alle!“ Der König erwie⸗
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