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ſpirirt—. Bah*..— Ja, mit dem Marquis von Favras„..— Nicht möglich!...— Doch; ich ſpreche wohlunterrichtet hievon, da ich einer der Agen⸗ ten von Herrn von Favras bin—...— Wahrhaftig? Und was iſt der Zweck des Complots?— Den König zu entführen und nach Peronne zu bringen. Nun wohl, err Graf, um Sie zu zerſtreuen, will ich, Tag für Tag, Stunde für Stunde, wenn Sie es wünſchen, Mi⸗ nute für Minute, wenn es ſein muß, Ihnen ſagen, wie
die Sache ſteht.—„„Dann, mein lieber Freund, hätte der Graf, der ein freigebiger Herr iſt, Ihnen geantwor⸗
tet:— Wollen Sie das wirklich thun, Herr von Beau⸗
ſire?— Ja.— Wohl, da jede Mühe ihren Lohn ver⸗
dient, wenn Sie das gegebene Wort halten, ſo habe ich dort in einer Ecke vier und zwanzig tauſend Livres, die ich für eine gute Handlung verwenden wollte; bei meiner Treue, ich werde ſie für dieſe Laune hingeben, und am Tage, wo der Koͤnig entführt oder Herr von Favras verhaftet iſt, ſuchen Sie mich auf und bei meinem Ehren⸗ worte, die vier und zwanzig tauſend Livres ſollen Ihnen eingehändigt werden, wie ich Ihnen dieſe zehn Louis d'or
einhändige, nicht als Vorſchuß, nicht als Darlehn, ſon⸗
dern als ein einfaches Geſchenk.““.
Und bei dieſen Worten zog der Graf von Caglio⸗ ſtro, wie ein Schauſpieler, der mit den Requiſiten pro⸗ birt, aus ſeiner Taſche die gewichtige Börſe, ſteckte den Zeigefinger und den Daumen hinein und kniff mit einer Geſchicklichkeit, welche von ſeiner Gewohnheit in dieſer Art von Uebungen zeugte, gerade zehn Louis d'or, nicht mehr, nicht weniger, heraus, während ſeinerſeits Beau⸗ ſire, man muß ihm dieſe Gerechtigkeit widerfahren laſ⸗ ſen, die Hand ausſtreckte, um das Gold in Empfang zu nehmen. 6 Caglioſtro ſchob ſachte dieſe Hand zurück und ogte:


