„Nehmen Sie Eines an, mein Herr,“ erwiederte Caglioſtro. „Was?“ „Nehmen Sie an, Ihr Complot ſcheitere; nehmen Sie an, die Mitſchuldigen des Verlarvten und des Man⸗ nes mit dem braunen Mantel ſeien verhaftet;— neh⸗ men Sie an,— man muß in der Zeit, in der wir le⸗ ben, Alles annehmen,— nehmen Sie an, ſie ſeien zum Tode verurtheilt. ei! mein Gott! man hat wohl Beſenval und Augeard freigeſprochen,— Sie ſehen, daß man Alles annehmen kann; nehmen Sie an,— werden Sie nicht ungeduldig: von Annahmen zu An⸗ nahmen kommen wir zu einer Thatſache;— nehmen Sie an, Sie ſeien einer von dieſen Mitſchuldigen; neh⸗ men Sie an, Sie haben den Strick um den Hals, und man ſage Ihnen, um auf Ibre Wehklagen zu antwor⸗ ten,— denn in einer ſolchen Lage, ei! mein Gott,
ſo muthig er auch ſein mag, lamentirt ein Menſch im⸗
mer mehr oder weniger, nicht wahr?“
„Vollenden Sie, Herr Graf, ich bitte Sie inſtän⸗ dig; mir iſt ſchon, als ob ich erſtickte.“
„Bei Gott! darüber darf man ſich nicht wundern, ich nehme an, Sie haben den Strick um den Hals! Nun wohl! nehmen Sie an, man ſage zu Ihnen: „„Ah! armer Herr von Beauſire, lieber Herr von Beau⸗ ſire, das iſt Ihre Schuld!““
„Wie ſo?“ rief Beauſire.
„Gemach! Sie ſehen wohl, daß wir von Annah⸗ men zu Annahmen zu einer Wirklichkeit kommen, da Sie mir antworten, als ob Sie ſchon dahei wären.“
„Ich geſtehe es“
„Wie ſo?““ würde Ihnen die Stimme antwor⸗
ten;„weil Sie nicht nur dem unglücklichen Tode, der 8
Sie in ſeinen Klauen hält, entgehen, ſondern auch tau⸗ ſend Lonis d'or verdienen konnten, mit denen Sie das Häuschen mit den grünen Hagebuchen gekauft haben
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