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Sie wieder fand, bereits ungefähr vierzigtauſend davon verzehrt, ſo daß Sie nur noch ſechzigtauſend beſaßen, was, wie Sie zugeſtehen werden, immer noch eine ziem⸗ lich runde Summe für einen ehemaligen Gefreiten war.“
Beauſire ſeufzte.
„Was ſind ſechzigtauſend Livres im Vergleiche mit den Summen, über welche Sie verfügen?“ ſagte er.
„Als Verwahrer, Herr von Beauſire, denn wenn wir recht rechnen würden, ſo glaube ich, daß Sie der heilige Martin wären, und ich wäre der Arme, und Sie müßten mir, um mich nicht vor Kälte erfrieren zu laſſen, die
Hälfte von Ihrem Mantel geben.... Nun, mein lieber
Herr von Beaufire, erinnern Sie ſich ver Umſtände, unter welchen ich Sie getroffen habe? Sie hatten damals, wie ich ſo eben ſagte, ungefähr ſechzigtauſend⸗ Livres in Ihrer Taſche; waren Sie darum glücklicher?“
Beaufire ſtieß einen rückwärts ſchauenden Seufzer aus, der für ein Stöhnen gelten konnte.
„Antworten Sie doch,“ ſagte Caglioſtro,„würden Sie gern Ihre gegenwärtige Lage, obgleich Sie nur den unglücklichen Louis d'or beſitzen, den Sie dem jungen Touſſaint genommen haben...
„Mein Herr,“ unterbrach ihn der ehemalige Ge⸗ reite.
„Erzürnen wir uns nicht, Herr von Beauſire; wir haben uns ſchon einmal erzürnt, und Sie ſahen ſich gens⸗ thigt, auf der Straße Ihren Degen zu ſuchen, der durch das Fenſter geflogen war, Ste erinnern ſich deſſen 2.. Nicht wahr, Sie erinnern ſich?“ wiederholte der Graf, als er wahrnahm, daß Beauſire nicht antwortete;„Ge⸗ dächtniß haben iſt ſchon etwas. Nun denn, ich frage Sie abermals, würden Sie gern Ihre gegenwärtige Lage, obgleich Sie nur den ung cklichen Louis d'or beſitzen, den Sie dem jungen Touſſaiuk genommen haben,— diesmal ging die Anſchuldigung ohne Einwurf vorüber,— gegen


