Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 7.-10. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Nicole öffnete den Mund, um die Umſtände nach ihrer Wahrheit darzuſtellen, aber ſie bedachte, ihr Still⸗ ſchweigen werde vem Kinde vielleicht einen zweiten Louis d'or eintragen, und dieſen zweiten Louis d'or werde ſie erben.

Nicole täuſchte ſich nicht.

Du haſt Deinen Louis d'or verloren, mein armes Kind? ſagte Caglioſtro;hier ſind zwei, verliere ſie diesmal nicht mehr!

Und er zog aus einer Börſe, deren Rundheit die gie⸗ rigen Blicke von Beaufire entflammte, zwei andere Louis

d'or und ließ ſie in die kleine Hand des Kindes fallen.

Nievle zulief,da iſt einer für Dich und einer für mich. Und er theilte ſeinen Schatz mit ſeiner Mutter.

Caglioſtro hatte bemerkt, mit welcher Zähigkeit der Blick des falſchen Sergenten ſeiner Börſe, die er geöff⸗ net, um den achtundvierzig Livres Abzug zu gewähren, bei den verſchiedenen Evolutionen, die ſie von ihrem Aus⸗ gange aus ſeiner Taſche bis zu ihrer Rückkehr gemacht, gefolgt war. 8 Als er ſie in den Tiefen der Weſte des Grafen ver⸗ ſchwinden ſah, ſtieß der Liebhaber von Nicole einen Seufzer aus.

Oh! Herr von Beauſire, ſagte Caglioſtro,wie, immer ſchwermüthig?

Und Sie, Herr Graf, immer Millionär?

Ei! mein Gott! Sie, der Sie einer der größten Philoſophen ſind, die ich ſöwohl in den letzten Jahrhun⸗ derten, als im Alterthum gekannt habe, müſſen vertraut

Das Geld macht nicht das Glück. Ich habe Sie verhältnißmäßig reich geſehen. 5

Ja, es iſt wahr, erwiererte Beauſire,ich be⸗ ſaß hunderttauſend Franken.

Sieh, Mama! rief der Knabe, während er quf

ſein mit dem Axiom, das zu allen Zeiten in Ehren war:

Dos iſt möglich; nur hatten Sie zur Zeit, wo ich

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