Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Ein Menſch, der in Millionen wühlt und vom Bäcker Credit für einen vierpfündigen Laib Brod verlangt!

Ich will rothen Gerſtenzucker! rief das Kind mit einem Tone, der immer bedrohlicher wurde.

Nun, Du Millionär, gib dem Kinde ein Stück Gerſtenzucker.

Beauſire machte eine Bewegung, als wollte er mit der Hand in die Taſche greifen, doch dieſe Hand legte nicht die Hälfte des Weges zurück.

Ei! ſagte er,Du weißt wohl, daß ich Dir geſtern mein letztes Vierundzwanzig⸗Sous⸗Stück gege⸗ ben habe.

Da Du Geld haſt, Mutter, rief der Knabe, in⸗ dem er ſich gegen diejenige umwandte, welche der ehren⸗ werthe Herr von Beaufire abwechſelnd Oliva und Nicole genannt hatte,ſo gib mir einen Sou, daß ich rothen Gerſtenzucker kaufen kann.

Hier haſt Du zwei, böſes Kind, und nimm Dich in Acht, daß Du nicht fällſt, wenn Du die Treppe hinab⸗ gehſt.

Ich danke, Mütterchen! verſetzte der Knabe, der

die Hand ausſtreckte und vor Freude hüpfte.

Komm hierher, kleiner Burſche, ich will Dir Dei⸗ nen Gürtel umſchnallen und Deinen Hut aufſetzen, va⸗ mit man nicht ſagt, Herr von Beaufire laſſe ſein Kind ganz zerlumpt auf der Straße gehen, was ihm gleich⸗ gültig iſt, ihm, der kein Herz hat, worüber ich aber vor Scham ſterben würde.

Der Knabe hatte große Luſt, was auch die Nach⸗ barn über den muthmaßlichen Erben des Hauſes Beauſire ſagen dürften, ohne Hut und Gürtel wegzulaufen, denn er hatte die Nützlichkeit dieſer Gegenſtände nur ſo lange anerkannt, als ſie durch ihre Friſche und ihren Glanz die Bewunderung der anderen Kinder erregten. Da aber Gürtel und Hut eine der Bedingungen der zwei Sous

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