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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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fernung zu ſpringen, fragt man ſich, in welchem goldenen Palaſte, in welchem ſechsſpännigen Wagen, unter welchem königlichen Staube man ein glänzendes Geſicht, von dem dieſes nur der bleiche Refler iſt, geſehen habe.

Das Kind iſt, wie wir erwähnt, fünf Jahre alt; es hat die krauſen Haare eines Cherubs, die runden Backen eines Franzapfels, die teufliſchen Augen ſeiner Mutter, den gefräßigen Mund ſeines Vaters, die Träghelt und die Launen von Beiden.

Es iſt mit einem Reſte von einem nacaratfarbigen Sammetrock bekleidet, und während es ein Stück, beim Specereihändler der Ecke, mit Muß beſtrichenes Brod ißt, faſert es die Ueberbleibſel eines alten dreifarbigen Gürtels auf den Boden eines alten perlgrauen Hutes aus.

Alles wird beleuchtet durch eine Talgkerze mit einem rieſigen Schnuppen, der eine leere Flaſche als Leuchter dient, und die, indeß ſie den Mann mit den Karten ins

Licht ſetzt, die übrige Stube in einem Halbdunkel läßt. Nachdem dies vorangeſchickt iſt, und da, nach unſerer Vorausſicht, die Inſpection mit bloßem Auge uns nichts

gelehrt hat, wollen wir horchen. Der Knabe bricht zuerſt das Stillſchweigen, er wirft über ſeinen Kopf das Mußbrob, welches auf den

Fuß des nur noch aus einer Matratze beſtehenden Bettes fällt, und ruft ſeiner Mutter zu:

Mama, ich will kein Brod und kein Muß mehr pfui

Was willſt Du denn, Touſſaint?

Ich will eine Stange rothen Gerſtenzucker.

Hörſt Du, Beauſire? fragt die Frau.

Dann, da ſie ſieht, daß Beauſire, in ſeine Berech⸗ n verſunken, nicht antwortet, wiederholt ſie noch auter:

Hörſt Du wos das arme Kind ſagt?

Dasſelbe Stillſchweigen.

Nun hebt ſie ihren Fuß bis zur Höhe der Hand