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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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eben ſo viele Löcher geſtochen find, als es Sterne am Himmel gibt, ruht an ſeiner Seite.

Wir haben geſagt ruht, und wir beeilen uns, die⸗ ſes Wort zurückzunehmen, denn es iſt ein ſehr ungeeig⸗ netes auf dieſen Carton angewandt, da ihn der Spie⸗ ler, er iſt unbeſtreitbar ein Spieler, unabläſſig quält, indem er ihn von fünf zu fünf Minuten um Rath fragt.

Die Frau hat ein altes ſeidenes Kleid an; bei ihr iſt das Elend um ſo erſchrecklicher, als ſie mit Ueber⸗ reſten von Lurus erſcheint; ihre Haare werden über dem Nacken durch einen kupfernen, ehemals vergoldeten Kamm feſtgehalten; ihre Hände find ſorgfältig reinlich und haben durch dieſe große Reinlichkeit ein gewiſſes ariſtokratiſches Ausſehen bewahrt oder vielmehr erlangt; ihre Nägel, welche der Herr Baron von Taverney in ſeinem groben Realismus Horn nannte, find geſchickt gegen die Spitze zu gerundet; der Farbe beraubte, an gewiſſen Stellen verſchobene Pantoffeln, welche einſt mit Gold und Seide geſtickt waren, ſpielen an ihren, mit Ueberbleibſeln von durchbrochenen Strümpfen bedeckten, Füßen.

Daos Geſicht iſt, wie geſagt, das einer Frau von vier und dreißig bis fünf und dreißig Jahren und würde, wäre es künſtlich nach der Mode der Zeit bear⸗ beitet, derjenigen, die es trägt, erlauben, ſich das Alter zu geben, an das ſich ein Luſtrum hindurch und ſogar zwei Luſtra die Frauen mit aller Hartnäckigkeit anklam⸗ mern, wir meinen neun unv zwanzig, zeigt aber, der rothen und weißen Schminke beraubt und folglich von allen Mitteln entblößt, die Schmerzen und die Armuth, dieſen dritten und vierten Flügel der Zeit, zu verbergen, vier bis fünf Jahre mehr als die Wirklichkeit an.

So entblößt aber auch dieſes Geſicht iſt, ſo fängt man doch an zu träumen, wenn man es ſieht, und ohne ſich Antwort geben zu können, ſo ſehr zögert der Geiſt, ſo kühn auch ſein Flug ſein mag, über eine ſolche Ent⸗