Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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leitete ſelbſt ihre Feuereinrichtung, bezeichnete ſelbſt den Platz für den Blaſebalg, für den Herd, den Amboß, den Werktiſch und die Schraubſtöcke. Die Schmiede war ſeit dem vorhergehenden Tag eingerichtet; runde Feilen, flache Feilen, Karpfenzungen, Reißhaken waren an ihren Plätzenz Vorſchlaghämmer, Kreuzhämmer, Rundſchlaghämmer hin⸗ gen an ihren Nägein; Zwickzungen, Maulzangen, Beiß⸗ zangen lagen im Bereiche der Hand. Ludwig XVI. hatte nicht länger widerſtehen können, und vom Morgen an widmete er ſich mit giühendem Eifer dieſer Arbeit, welche etne ſo große Zerſtreuung für ihn bot, und in der er Meiſter geworden wäre, hätte ihn nicht, wie wir zum großen Bedauern von Meiſter Gamain geſehen, eine Anzahl von Faullenzern, wie Herr Turgot, Herr von Calonne, Herr Necker, von dieſer gelehrten Beſchäftigung abgezogen, um mit ihm nicht nur über die Angelegen⸗ heiten Frankreichs, was, ſtreng genommen, Meiſter Ga⸗ main geſtattete, ſondern auch, was ihm ſehr unnütz ſchien, über die Angelegenheiten von Brabant, von Oeſterreich, von England, von Spanien und Amerika zu reden.

Dies erklärt, wie Koͤnig Ludwig XVI. in der erſten Hitze ſeiner Arbeit, ſtatt zu Herrn von Lafayette hinabzu⸗ gehen, Herrn von Lafayette hatte bitten laſſen, zu ihm heraufzukommen.

Dann vielleicht auch war es Ludwig XVI., nachdem er ſich vor dem Commandanten der Nationalgarde in

ſeiner Schwäche als König hatte ſehen laſſen, nicht un⸗

angenehm, ſich ihm in ſeiner Majeſtät als Schloſſer zu zeigen.

Da es der Kammerdiener, um die Beſuche in die königliche Schmiede zu führen, nicht für geeignet gehalten hatte, die Wohnzimmer zu durchſchreiten und ſie die Privattreppe hinaufſteigen zu laſſen, ſo umgingen Herr von Lafayette und der Graf Louis dieſe Zimmer und

ſtiegen die oͤffentliche Treppe hinauf, was ihren Weg ſehr

verlängerte.