Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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ihr eigenthümlich war,das mußte in der That ſehr rüh⸗ rend ſein;doch zu meinem Bedauern war ich nicht dort. Sie wiſſen beſſer, als irgend Jemand fügte ſie lächelnd bei,ich bin nicht immer da, wo ich ſein will.

Der General machte eine Bewegung, welche bezeich⸗ nete, er habe etwas zu erwiedern, doch ohne daß ſie ihm Zeit ließ, ein Wort zu ſagen, fuhr die Königin fort:

Nein, ich war hier, ich empfing die Frau Frangois, die arme Witwe des unglücklichen Bäckers der Natlonal⸗ verſammlung, den dieſe vor ihrer Thüre hat ermorden laſſen. Was that denn die Nationalberſammlung an dieſem Tage, Herr von Lafahette?

Madame, erwiederte der General,Sie ſprechen da von einem der Unglücksfälle, welche die Repräſentan⸗ ten Frankreichs im hoͤchſten Maße betrübt haben: die Nationalverſammlung konnte dem Morde nicht vorbeugen, aber ſie mußte wenigſtens die Morder beſtrafen.

Ja, doch dieſe Strafe, das ſchwöre ich Ihnen, hat die arme Frau nicht getröſtet; ſie wäre beinahe raſend geworden, und man glaubt, ſie werde ein todtes Kind gebären; lebt das Kind, ſo habe ich ihr verſprochen, die Pathe deſſelben zu werden, und damit das Volk erfahre, ich ſei nicht ſo unempfindlich, als man ſagt, gegen das Unglück, das ihm begegnet, frage ich Sie, mein lieber General, ob keine Inconvenienz dabei wäre, daß das Kind in Notre⸗Dame getauft würde.

Lafahette erhob die Hand wie ein Menſch, der im Begriffe iſt, um das Wort zu bitten, und der ſich entzückt fühlt, daß man es ihm bewilligt.

Madame, ſagte er,das iſt die zweite Anſpielung, die Sie ſeit einem Augenblick auf die angebliche Ge⸗ fangenſchaft machen, in der ich Sie, wie man gern Ihre getreuen Diener glauben machen würde, halten ſoll. Madame, ich beeile mich, es vor meinem Vetter auszu⸗ ſprechen, ich werde es vor Paris, vor Europa, vor der