Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Gunſt bewillige, die für ihn, einen jungen Mann aus der Provinz, vielleicht noch dieſen Namen verdient, wäh⸗ rend für Sie.

Und die Königin machte eine reizende Geberde, bei⸗ nahe eine Mädchengeberde, welche beſagen wollte:Wäh⸗ rend Sie, Herr Seipiv, während Sie, Herr Cineinnatus, ſich den Henker um ſolche Freundlichkeiten bekümmern.

Madame, ſprach Lafayette,ich werde ehrfurchts⸗ voll und ergeben an der Königin vorübergegangen ſein, ohne daß je die Königin meine Ehrfurcht begriffen, meine Ergebenheit geſchätzt hat; das wird ein großes Unglück für mich, ein noch größeres vielleicht für fie ſein.

Und er verbeugte ſich.

Die Königin ſchaute ihn mit ihrem tiefen, klaren Auge an. Mehr als einmal hatte ihr Lafayette ſolche Worte geſagt, mehr als einmal hatte ſie über die Worte, die ihr Lafayette geſagt, nachgedacht; aber zum Unglück für ſie, wie es dieſer ausgeſprochen, hegte ſie einen in⸗ ſtinctartigen Wiverwillen gegen den Menſchen.

Ah! General, verſetzte ſie,ſeien Sie großmüthig, verzeihen Sie mir.

Ich, Madame, Ihnen verzeihen! Und was 2

Daß es mich ſo zu der guten Familie Bouillé hinge⸗ riſſen hat, die mich von ganzem Herzen liebt und zu deren elektriſchen Kette ſich zu machen dieſer junge Mann die Güte gehabt. Ich ſah ſeinen Vater, ſeine Oheime, ſeine ganze Familie erſcheinen, als er eintrat und mir mit ſeinen Lippen die Hand küßte.

Lafayette verbeugte ſich abermals.

Und nun, ſagte die Königin,nach der Verzeihung der Friede; einen guten Händedruck General, auf eng⸗ liſche oder amerieaniſche Art.

Und ſie bot ihm die Hand, aber offen und die flache Seite nach außen.

Lafayette berührte langſam und mit einer kalten Hand die Hand der Königin und erwiederte: