Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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„Mit ſeinen Rechnungen, nicht wahr?“

„Ja, mit ſeinen blauen Rechnungen, mit ſeinen Luft⸗ rechnungen, wie man ſagte.“

„Nun wohl Freund, aber ſagen Sie mir doch„

„Was?“

„Es mußte ein vortrefflicher Kunde für Sie ſein, ein Zögling von dieſem Stande?“

„Oh! nein; gerade darin täuſchen Sie ſich, deshalb bin ich ihm gram, Ihrem Ludwig XVI., Ihrem Vater des Vaterlands, Ihrem Wiederherſteller der franzoſiſchen Nation. Man hält mich für reich wie Kröſus, und ich bin arm wie Hiob.“

„Sie ſind arm? Aber was machte er denn mit ſeinem Gelde?“ „Er gab eine Hälfte den Armen und die andere Hälfte den Reichen, ſo daß er nie einen Son hatte. Die Coigny, die Vaudreuil und die Polignac nagten an dem armen Manne! Eines Tages wollte er den Gehalt von Herrn von Coigny vermindern. Herr von Coigny wartete auf ihn vor der Thüre der Schmiedez fünf Minuten, nachdem der König hinausgegangen war, kam er ganz bleich wieder zurück und ſagte;„„Oh! bei meiner Treue, ich glaubte, er werde mich ſchlagen.“„„Und der Gehalt, Sire?““ fragte ich ihn.„„Ich hobe ihm ſeinen Gehalt gelaſſen,““ antwortete er;„„was konnte ich Anderes thun.““ Er wollte ein andermal der Königin Bemerkungen über ein Wickelzeug für Frau von Polignac machen, ein Wickelzeug von dreimalhunderttauſend Franken, denken Sie.“ „Das iſt hübſch!“ „Nun! das war nicht genug. Die Königin ſchenkte ihr eines von fünfmal hunderttauſend. Sehen Sie auch alle dieſe Polignac, welche vor zehn Jahren nicht einen Sou beſaßen und Franfreich nun mit Millionen verlaſſen haben! Wenn ſie nur Talent hätten, aber geben Sie allen dieſen Burſchen einen Amboß und einen Ham⸗ mer, ſie find nicht im Stande, ein Hufeiſen zu ſchmieden⸗

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