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Mittagbrodes kam, ſchickte man Gamain in die Oſſice, wo er mit den Dienſtleuten, mit den Lackeien eſſen mußte.“
„Nein, oh! nein, das hat man nie gethan; im Ge⸗ gentheil, er ließ mir einen ganz gedeckten Tiſch in die Schmiede bringen, und oft, beim Frühſtück beſonders, ſetzte er ſich mit mir zu Tiſche und ſagte:„„Bah! ich werde nicht bei der Königin frühſtücken; ſo brauche ich mir die Hände nicht zu waſchen.“
„Ich begreife nicht recht
„Sie begreifen nicht, daß der König, wenn er mit mir arbeitete, Eiſen ſchmiedete, Hände hatte, wie wir ſie haben, was uns nicht abhält, ehrliche Leute zu ſeinz ſo daß die Königin mit ihrem zimperlichen Geſichtchen zu ihm ſagte:„„Pful! Sire Sie haben ſchmutzige Hände““ Als ob man reinliche Hände haben könnte, wenn man in der Schmiede gearbeitet hat.“
„Sprechen Sie nicht hievon,“ ſagte der Unbekannte, „das iſt zum Weinen.“
„Sehen Sie, im Ganzen gefiel er ſich nur vort, dieſer gute Mann, oder in ſeinem geographiſchen Cabinet, mit mir oder mit ſeinem Bibliothekar; doch ich glaube, ich war es abermals, den er am meiſten liebte.“
„Gleichviel, es iſt nicht erſreulich, der Lehrmeiſter eines ſchlechten Zöglings zu ſein.“
„Eines ſchlechten Zoͤglings?“ rief Gamainz;„oh! nein, Sie müſſen das nicht ſagen; er iſt ſogar ſehr un⸗ glücklich, ſehen Sie, daß er als König auf die Welt ge⸗ kommen, und daß er ſich mit einer Menge von Dumm⸗ heiten zu beſchäftigen hat, wie die, mit welchen er ſich beſchäftigt, ſtatt unabläſſig Fortſchritte in der Kunſt zu machen. Das wird immer nur ein armer König ſein, er iſt zu redlich, und er wäre ein vortrefflicher Schloſſer geworden. Da iſt Einer zum Beiſpiel, den ich verfluche wegen der Zeit, die er durch ihn verlor: das war Herr Necker. Wie viel Zeit hat dieſer ihn verlieren laſ⸗ ſen, mein Goft! wie viel Zeit.“


