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Der von Paris kommende Arbeiter ſchaute umher, als wollte er ſehen, ob die Einladung wirklich an ihn gerichtet ſei..
„Sprechen Sie mit mir?“ fragte er.
„Mit wem denn wenn's beliebt, da Sie allein find.“
„Und Sie bieten mir ein Glas Wein an?“
„Warum nicht?“
„Ah!“
„Iſt man nicht von demſelben Handwerk oder von einem ähnlichen?“
Der Arbeiter ſchaute den Unbekannten zum zweiten Mal an und erwiederte:
„Jedermann kann von demſelben Handwerk ſein; das Wichtigſte iſt, zu wiſſen, ob man Geſell oder Meiſter iſt.“
„Nun! das werden wir ſogleich erfahren, wenn wir plaudernd ein Glas Wein mit einander trinken.“
„Meinetwegen!“ verſetzte der Arbeiter. Und er ging auf die Thüre der Schenke zu.
Der Unbekannte zeigte ihm den Tiſch und deutete auf das Glas.
Der Arbeiter nahm das Glas, betrachtete den Wein, als ob er ein Mißtrauen gegen denſelben gefaßt hätte, welches ſogleich verſchwand, ſobald ſich der Unbekannte ein zweites Glas wie vas erſte bis an den Rand gefüllt hatte.
„Nun!“ fragte er,„iſt man zu ſtolz, um mit dem⸗ jenigen, welchen man einladet, anzuſtoßen?“
„Bei meiner Treue, nein, im Gegentheil; Auf die Nation!“
Die grauen Augen des Arbeiters hefteten ſich einen Moment auf denjenigen, welcher dieſen Toaſt ausgebracht.
Dann ſpra b er:
„Ei! bei Goit! wohl geſagt, ja: Auf die Nation!“
Und er leerte den Inhalt ſeines Glaſes auf einen Zug.
Wonach er ſich die Lippen mit ſeinem Aermel ab⸗ wiſchte.
Die Gräfin von Charnh. 1. 2


