Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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für ſeine Rechnung ſprach, ſondern nur die Worte des Red⸗ ners wieverholte.

Die Kammer machte ſich mit wenigen Ausnahmen zum Echo des Echos.

Ach! das war ſeit fünfunddreißig bis vierzig Jahren die Rolle der Majoritäten. In der Kammer gibt es wie auf dem Theater ſehr unglückliche Traditionen.

Da nun die Kammer der Anſicht war, daß an allen Diebſtählen, welche verübt werden, an allen Erpreſſungen, welche geſchehen, an allen Ehebrüchen, welche man begeht, das Feuilleton Schuld ſei;

Daß, wenn Herr von Praslin ſeine Frau ermordet;

Daß, wenn Fieschi Louis Philipp ermordet;

Daß, wenn Louvel den Herzog von Berry ermordetz

Daß, wenn Napoleon den Herzog von Enghien er⸗ mordet;

Daß, wenn Damiens Ludwig KV. ermordet;

Daß, wenn Ludwig XIV. Fouquet ermordet;

Daß, wenn Ludwig XIII. den Marſchall d'Ancre ermordet;

Daß, wenn Ravaillac endlich Heinrich IW. ermordet;

Alle dieſe Morde offenbar die Schuld des Feuilleton

ſeien, ſelbſt ehe es geſchaffen worden, ſo nahm die Maſo⸗ rität den Stempel an.

Der Leſer hat vielleicht nicht recht bedacht, was der Stempel iſt, und fragt ſich, wie der Stempel, das heißt ein Centime auf das Feuilleton, dieſes toͤdten könne?

Lieber Leſer, ein Centime auf das Feuilleton, wenn vierzigtauſend Eremplare von einem Journal abgezogen werden, das macht, wiſſen Sie, wie viel? vierhundert Franken für das einzelne Feuilleton!

Das heißt das Doppelte von dem, was man bezahlt, wenn der Schriftſteller Eugöne Sue, Lamartine, Méry, George Sand oder Alexandre Dumas heißt!

Sagen Sie mir aber, zeugt es von einer großen Moralität einer Regierung, wenn ſie irgend eine Waare