Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Seitenſprüngen, einen Mann zu verloſſen, der ſich die große Aufgabe geſtellt, Blatt für Blatt jede Seite der Monarchie zu entrollen, mußten wohl begreifen, als ſie dos Wort Ende unten am letzten Feuilleton von Ange Pitou in der Preſſe und ſelbſt unten an der letzten Seite des achten Bandes, veröffentlicht von unſerem Freunde und Herausgeber Alexandre Cadot, laſen, daß hier ein ungeheurer Irrthum obwalte, den wir ihnen früher oder ſpäter aufklären werden.

In der That, wie ließ ſich annehmen, ein Schriſt⸗ ſteller, deſſen, vielleicht ſehr ungebührende, Prätenſion es iſt, vor Allem ein Buch mit ollen Bedingungen eines Buches machen zu können, wie ein Architekt die Prätenſion hat, ein Haus mit allen Bedingungen eines Hauſes, ein Schiffebaumeiſter, ein Schiff mit allen Be⸗ vmgungen eines Schiffes machen zu können, werde ſein Haus beim dritten Stocke im Stiche, ſein Schiff unvollendet bei der großen Stenge loſſen.

So wäre es aber beim armen Ange Pitou, hätte der Leſer im Ernſte das Wort Ende genommen, welches er gerave bei der intereſſanteſten Stelle des Buches fand, nämlich da, wo der König und die Koͤnigin ſich anſchicken, Verſailles zu verloſſen, um nach Paris zu ziehen; wo Charny zu bemerken anfängt, daß eine reizende Frau, der er ſeit fünf Jahren nicht die geringſte Aufmerkſam⸗ keit geſchenkt hat, erröthet, ſobald ſein Blick ihren Augen begegnet, ſobald ſeine Hand ihre Hand berührt; wo Gil⸗ bert und Billot mit einem düſteren, aber entſchloſſenen Auge in den revolutionären Abgrund ſchauen, der ſich vor ihnen öffnet, ausgegraben durch die monarchiſchen Hände von la Fayette und Mirabeau, von denen der Eine die Popularität, der Andere den Geiſt der Zeit re⸗ präſentirt; wo endlich der arme Ange Pitou, der de⸗ müthige Held dieſer demüthigen Geſchichte, über ſeinem Schooße, auf dem Wege von Villers⸗Cotterets nach Piſſelen, Catherine hält, welche ohnmächtig geworden