Der Chevalier von Harmental. 15¹
ſie mit ſo gänzlicher Ergebung an, daß das arme Kind ihre ganze Seelenkraft wiedergewann. In dem Augen⸗ blicke als der Segen geſprochen wurde, neigte ſie ihr Haupt auf Harmental's Schulter, ſo daß der Geiſt⸗ liche gkaubte ſie werde ohnmächtig und inne hielt.
„Vollenden Sie, frommer Vater, vollenden Sie,“ ſtammelte Bathilde, und der Prieſter ſprach die feier⸗ lichen Worte aus, welche von beiden Liebenden mit einem Ja beantwortet wurden, in welchem ſich die ganze Kraft ihrer Seele ausſprach.
Nach beendigter Ceremonie fragte Harmental den Herrn de Launohy, ob es ihm geſtattet ſei die wenigen ihm noch übrigen Stunden bei ſeiner Gemahlin zu blei⸗ ben. Der Gouverneur antwortete, daß dem nichts ent⸗ gegenſtände und daß man ihn in ſein Zimmer zurückfüh⸗ ren würde. Ravul umarmte darauf Valef und Pom⸗ padvur, dankte ihnen daß ſie ihm als Zeugen bei ſeiner Trauerhochzeit gedient hatten, drückte Lafare die Hand, äußerte dem Gouverneur ſeine Dankbarkeit für die Güte die er ihm während ſeines Aufenthalts in der Baſtille bewieſen, ſchlug ſeinen Arm um Bathilden, die nahe daran war umzuſinken, und näherte ſich mit ihr der
Thüre durch welche er eingetreten war. Hier traten ih⸗
nen die beiden Männer mit den Fackeln wieder vor und


