Teil eines Werkes 
4. Theil (1847)
Entstehung
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Der Chevalier von Harmental.

der Chevalier die Hand ſeiner Braut und führte ſie zu den für ſie aufgebreiteten Kiſſen; hier knieten ſie nieder ohne auch nur ein einziges Wort zu ſprechen.

Der Altar war nur durch vier Kerzen erleuchtet, welche die ohnehin dunkle Capelle nur ſchwach erhellten und die düſtre Feierlichkeit des Augenblicks noch ver⸗ mehrten. Der Prieſter begann die MWeſſe; es war ein ſchöner Greis mit ſchneeweißem Haar, deſſen ſchwer⸗ müthige Züge verkündeten, daß ſeine täglichen traurigen Functivnen tiefen Eindruck in ſeiner Seele gemacht hat⸗ ten. Er war ſchon ſeit 25 Jahren Capellan der Ba⸗ ſtille und hatte während dieſer langen Zeit manche qualvolle Beichte vernommen, manches grauenvolle Schau⸗ ſpiel erlebt.

Indem er das junge Ehepaar einſegnete, richtete er der heiligen Gewohnheit zufolge einige Worte an daſſelbe. Statt aber zu dem jungen Manne von ſeinen Pflichten als Gatte und zur jungen Frau von ihren Mutterpflich⸗ ten zu reden, ſtatt ihnen die Zukunft ihres Lebens vor Augen zu führen, ſprach er zu ihnen nur von dem Frie⸗ den im Himmel, der göttlichen Barmherzigkeit und der ewigen Vereinigung dort oben; Bathilde war dem Er⸗ ſticken nahe; Harmental ſah daß ſie im Begriff war in Thränen auszubrechen; er erfaßte ihre Hand und blickte