Teil eines Werkes 
4. Theil (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Der Chevalier von Harmenial. 149

in dem Lehnſeſſel, in welchen ſie beim Eintreten geſunken war; das unglückliche Mädchen hatte nur einen Gedanken den, daß ihr geliebter Ravul das Schafott beſteigen ſollte.

Nach zehn Minuten kehrte Lafare mit dem Gouver⸗ neur zurück. Bathilde erhob unwillkührlich das Haupt und richtete den irren Blick auf die beiden Männer. La⸗ fare näherte ſich ihr und bot ihr den Arm:Mademoi⸗ ſelle, ſprach er,es iſt in der Kirche alles bereit; der Prieſter wartet auf Sie. Bathilde richtete ſich auf ohne etwas zu antworten, war aber genöthigt ſich auf den ihr dargebotenen Arm zu ſtützen. Herr de Launoh ſchritt voran und zwei Diener leuchteten ihm mit Fackeln vor.

Sowie Bathilde die Kirche betrat, ſah ſie den un⸗ glücklichen Harmental mit Valef und Pompadour von der andern Seite herankommen. Sie waren die Zeu⸗ gen des Bräutigams wie die Herren de Launoh und Lafare die der Braut. Jede Kirchthüre wurde von zwei franzöſiſchen Garden bewacht, welche mit geſchulter⸗ tem Gewehr wie Bildſäulen daſtanden.

Die beiden Liebenden näherten ſich einander langſam, Bathilde todtenbleich und ſchwankend, Harmental ruhig und lächelnd. Vor dem Altar angelangt, erfaßte