Teil eines Werkes 
4. Theil (1847)
Entstehung
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146 Der Chevalier von Harmental.

Sie, daß ſie meine Gattin werde bevor ich ſterbe. Wöchte ich wenigſtens mit dem Troſte in das Jenſeits gehen, daß ich ihr in dieſer Welt, wo ſie allein ſtehen wird, mein Vermögen und meinen Namen hinterlaſſe. Vom Altare führe man mich dann ſofort auf's Blut⸗ gerüſt. Das iſt mein letzter, mein einziger Wunſch; ſchlagen Ew. Hoheit dieſe Bitte einem Ster⸗

benden nicht ab. Raoul von Harmental.

Ich habe ihm ſeine Bitte gewährt, nahm der Her⸗ zog wieder das Wort;es iſt nicht mehr als menſchlich, daß ihm auf dieſe Weiſe ſeine letzten Augenblicke ver⸗ ſüßt werden.

Iſt das alles, alles was Sie ihm bewilligen, gnä⸗ digſter Herr? ſtammelte Bathilde.

Sie ſehen ja daß er ſich ſelbſt Gerechtigkeit wider⸗ fahren läßt und nicht mehr verlangt, ſagte der Regent, ſetzte ſich an ein Bureau, warf ſchnell einige Zeilen auf ein Papier und verſiegelte es. Dann ſprach er in einem Tone, welcher keine Antwort geſtattete:Hier iſt ein Schreiben an Herrn de Launoh, Gouverneur der Ba⸗ ſtille; es enthält meine Befehle in Bezug auf den Ver⸗ urtheilten. Mein Garde⸗Capitän wird Sie begleiten und Sorge tragen, daß mein Wille pünktlich erfüllt werde.