Teil eines Werkes 
4. Theil (1847)
Entstehung
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Der Chevalier von Harmental. 1¹5

gehen und mein ganzes Leben für Sie beten und für ihn.

Das kann nicht ſein, kann durchaus nicht ſein! ſagte der Regent.

Und weshalb nicht, gnädigſter Herr!

Weil man vor einer Stunde um Ihre Hand ange⸗ halten hat und ich ſie zugeſagt habe.

Meine Hand verſprochen? Um Gotteswillen, an wen?

Leſen Sie, ſprach der Regent, indem er einen Brief von ſeinem Bureau nahm und ihn Bathilden voffen hinreichte.

Raoul! Ravul! rief Bathilde.Es iſt ſeine Handſchrift, ewiger Gott, was iſt das?

Leſen Sie nur, leſen Sie! ſprach der Regent, und Bathilde las mit bebenden Lippen folgenden Brief:

Gnädigſter Herr!

Ich habe den Tod verdient, ich weiß es, und ich komme nicht um mein Leben zu bitten; ich bin bereit zu ſterben. Aber es hängt von Ewr. königlichen Ho⸗ heit ab mir dieſen Tod zu verſüßen; und ich be⸗

ſchwöre Sie kniend mir dieſe Gunſt zu gewähren:

Ich liebe ein junges Mädchen, das ich geheirathet haben würde, wäre ich am Leben geblieben. Geſtatten Chevalier v. Harmental. IV. 10