Der Chevalier von Harmental.
winnen oder zu verlieren. Unſte Actien waren geſtiegen jetzt ſinken ſie. Weiter iſt es nichts.“
„Ich bemerke mit Vergnügen, daß Sie ſich nicht ſo leicht aus dem Sattel heben laſſen,“ antwortete Bri⸗ gaud.
„Sehen Sie, Abbé, ich bin eben jetzt ſo überglücklich und da betrachte ich die ganze Welt im Sonnenſcheine. Hätten Sie mir Ihre Kunde in einem traurigen Augen⸗ blicke überbracht, ſo würde ich alles in ſchwarzem Lichte geſehen und zu Ihrem de profundis ein Amen geſprochen haben.“
„Sie meinen alſo?“
„Daß das Spiel freilich nicht gut ſteht, darum aber noch nicht verloren iſt. Der Herr Marſchall von Vil⸗ leroh gehört nicht zur Verſchwörung, kennt alſo die Namen der Verſchworenen nicht; die Briefe Philipp's V. compromittiren niemanden, ſo viel ich weiß, und es iſt alſo bis jetzt niemand gefährdet als der Prinz von Cellamare. Die Unverletzlichkeit ſeines diplomatiſchen Charakters aber ſchützt ihn vor jeder wirklichen Gefahr. Auch dient Herr St. Aignant, wenn unſer Plan dem Cardinal Alberoni zugekommen iſt, für ihn als Geiſel.“
„Es liegt etwas Wahres in dem was Sie ſagen,“ bemerkte Brigaud.


