Teil eines Werkes 
4. Theil (1847)
Entstehung
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Der Chevalier von Harmental. 21

Da ſind Sie endlich! rief ihm der Abbé entgegen; während Sie mit Ihrer ſchönen Nachbarin liebeln, tra⸗ gen ſich wunderbare Dinge zu!

Und die wären? fragte Harmental.

Wie, Sie wiſſen noch nichts?

Nichts, durchaus nichts! Sprechen Sie, was giebt's denn? Sie ſehen ja ganz verſtört aus!

Wir ſind verrathen und verkauft worden, der Him⸗ mel weiß von wem! ſprach der Abbé.Herr von Vil⸗ leroh iſt dieſen Morgen in Verſailles arretirt; die bei⸗ den Briefe, welche er dem König übergeben ſollte, befin⸗ den ſich in der Hand des Regenten!

Harmental begriff die ganze Wichtigkeit dieſer Kunde; was für düſtre Gedanken ſie aber auch in ihm weckte, ſein Antlitz zeigte nur jene ruhige Entſchloſſenheit, wie ſie ihm im Augenblicke der Gefahr ſtets eigenthümlich war. Als der Abbé geendet hatte, fragte er mit einer Stimme, der man auch nicht die geringſte Gemüthsbe⸗ wegung anmerkte:Iſt das alles?

Für den Augenblick ja, erwiderte der Abbé,und mir ſcheint's als ſei das vor der Hand genug!

Mein lieber Brigaud, verſetzte Harmental,als wir uns zum Verſchwörungsſpiele entſchloſſen, wußten wir, daß wir ſo ziemlich dieſelbe Ausſicht hatten zu ge⸗