Teil eines Werkes 
4. Theil (1847)
Entstehung
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14 Der Chevalier von Harmental.

Zuvörderſt, mein Herr Warſchall, verſetzte der Re⸗ gent,ſcheint mir dieſes ſogenannte Recht durch nichts klar bewieſen; und wenn ich bis jetzt nicht dieſem Rechte ſondern dieſem Anſpruche gewillfahrt habe, ſo geſchah es nur weil ihn das Alter des Königs unbedenklich machte. Jetzt aber wo Se. Majeſtät bereits das zehnte Jahr er⸗ reicht haben, jetzt wo dieſelben geſtatten daß ich ſie in die Regierungskunſt einweihe, eine Kunſt, in welcher Frankreich mich zum Präſidenten erwählt hat, jetzt wer⸗ den Sie es für gut finden, mein Herr Marſchall, daß ich mich gleich Ihnen und dem Herrn von Fröjus mit dem Könige allein beſprechen darf.

Aber, Herr Herzog, rief der Marſchall, der immer heftiger ward und immer mehr die Faſſung verlor,ich bemerke Ihnen daß der König mein Zögling iſt.

Ich weiß das ſehr wohl, Herr Marſchall, entgegnete der Regent in ironiſchem Tone;machen Sie aus Sr. Majeſtät immerhin einen großen Feldherrn, ich werde Sie nicht daran hindern; Ihre Feldzüge in Italien und Flan⸗ dern beweiſen, daß wir dem jungen Monarchen darin kei⸗ nen beſſern Lehrmeiſter geben konnten. In dieſem Augen⸗ blick aber, mein Herr, iſt nicht die Rede von der Kriegs⸗ wiſſenſchaft, ſondern es handelt ſich hier von einem Staatsgeheimniß, welches ich nur Sr. Majeſtät mittheilen