150 Der Chevalier von Harmental.
„So laß ihn eintreten.“
Der Herzog von St. Simon erſchien.
„Entſchuldigen Sie, Herzog,“ ſprach der Regent,„ich habe nur eine kleine Angelegenheit mit Dubois zu be⸗ endigen, dann bin ich für Sie bereit.“ Er trat darauf mit Dubois in eine Fenſtervertiefung und Beide be⸗ ſprachen ſich ein Weilchen mit einander; dann zog ſich der Letztere zurück.„Es iſt heute Abend kein Souper,“ ſprach er, als er das Cabinet verließ, zum Huiſſier gewandt; „benachrichtigen Sie die Eingeladenen davon; Se. könig⸗ liche Hoheit befinden ſich nicht wohl.“
„Iſt das wirklich wahr, gnädigſter Herr?“ fragte der Her⸗ zog von St. Simon, nachdem ſich Dubvis entfernte hatte.
„Nein nein, liebſter Herzog, wenigſtens fehlt mir nichts von Bedeutung. Chirae aber verſichert ich wünde am Schlagfluſſe ſterben, wenn ich nicht regelmäßiger lebte, und da will ich denn etwas ordentlicher werden.“
„Ew. königliche Hoheit werden in der That wohl daran thun,“ ſprach St. Simon,„die Verleumdung wird dann weniger Gelegenheit haben Sie zu begeifern.“
„Die Verleumdung, bah! Ich lache darüber!“ verſetzte der Regent.„Was hat ſie denn ſchon wieder auf's Tapet gebracht?“
„Hier dieſes Pasquill vertheilte ſo eben, als ich aus


